VEConfigure

Warnung

VEConfigure ist ein leistungsstarkes Tool und zur Verwendung durch von Victron geschulte Ingenieure, Installateure und Händler gedacht. Systembesitzer und Benutzern dürfen nicht versuchen, VEConfigure zu verwenden.

Die Konfiguration unserer Wechselrichter/Ladegeräte, wie Multis und Quattros, erfordert sowohl Schulung als auch Erfahrung. Victron bieten keinen direkten Support für ungeschulte Personen zur Durchführung dieser Konfiguration.

Aktualisieren Sie alle Firmware, VEConfigure und Assistants stets auf die neueste Version.

Anweisungen zum Firmware-Update finden sich hier.

VEConfigure und Assistants werden beim Öffnen der Anwendung bei bestehender Internetverbindung automatisch nach Updates suchen.

Einführung und Anforderungen

Beginnen Sie bitte, indem Sie sich dieses Schritt-für-Schritt-Anleitungsvideo ansehen:

[](http://www.youtube.com/watch?v=V1Zceq02vMA „VEConfigure“)

VEConfigure dient der Konfiguration von Victron-Ladegeräten und Victron-Wechselrichter/Ladegeräten, die über einen VE.Bus-Kommunikationsanschluss verfügen:

  • Phoenix Ladegeräte
  • MultiPlus (einschließlich Compact)
  • MultiPlus-II
  • MultiGrid
  • Quattro
  • EasySolar (nur für das Wechselrichter/Lademodul; zum Konfigurieren der MPPT Solarladefunktion verwenden Sie VictronConnect)
  • EasySolar:
  • Phoenix Wechselrichter mit VE.Bus-Port

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Der Anschluss des Geräts an Ihren Computer erfordert ein MK3-USB. Dieses verbindet den VE.Bus-Port am Wechselrichter/Ladegerät mit einem USB-Anschluss an Ihrem Computer. Auch das vormals mitgelieferte MK2-USB kann hierzu verwendet werden. Die Verwendung eines MK2-USB zum Konfigurieren bringt keinerlei Nachteile mit sich.

Des Weiteren benötigen Sie ein gerades RJ45 UTP-Kabel, auch bekannt als Ethernet-Patch- bzw. LAN-Kabel. Verwenden Sie als Kabel ein industrielles Fertigprodukt. Handgeklemmte Kabel bereiten oft Probleme. Selbst wenn ein handgeklemmtes Kabel für ein Computernetzwerk einwandfrei funktioniert, ist es möglicherweise für den Anschluss von Victron-Produkten nicht von ausreichender Qualität.

Die VEConfigure-Tools sind nur für Windows verfügbar. Für Mac ist ein (allerdings nicht offiziell unterstütztes) [Workaround erhältlich] (https://community.victronenergy.com/questions/3404/how-do-i-use-ve-configure-with-a-mac.html).

Zur Kommunikation muss das Victron-Gerät mit der entsprechenden Spannung versorgt werden.

Produkt Erforderliche Spannung
Ladegerät Wechselstrom
Multi/Quattro entweder Wechsel- oder Gleichstrom
Multi Compact Gleichstrom
Wechselrichter Gleichstrom

VEConfigure kann heruntergeladen werden von: https://www.victronenergy.com/support-and-downloads/software.

Wenn die Software installiert und geöffnet, und das Gerät mit Strom versorgt ist, gehen Sie zu „Portauswahl“ -> „Com-Port“ und wählen Sie „Auto Erkennung“. Sollte dies nicht funktionieren, kann ein Port manuell ausgewählt werden.

Sobald die Verbindung hergestellt ist, lädt das Programm die Informationen vom angeschlossenen Gerät und zeigt automatisch die erste Registerkarte „Allgemeine Einstellungen“.

Ältere Versionen

Verwenden Sie die veraltete Version VEConfigure 1 für:

  1. 14xx100.HEX bis 14xx118.HEX (Phoenix Ladegeräte)
  2. Alle 15xxxxxx.HEX (Phoenix Multis/Wechselrichter)
  3. 17xx100>HEX bis 17xx129.HEX (Phoenix Multis/Wechselrichter)

Die Softwareversion, d.h. die HEX-Nummer, finden Sie auf dem weißen Etikett auf dem Mikroprozessor auf der Controller-Leiterplatte im Gerät.

Beachten Sie, dass Sie in diesen Fällen ein MK2-USB verwenden müssen. Das MK3-USB kann nicht mit diesen älteren Produkten und deren Firmware-Versionen verwendet werden.

Verwenden Sie die gegenwärtig gängige Version, VEConfigure 3, für alle neueren Versionen.

Durch die Verwendung der folgenden Menü-Option erfahren Sie mehr über VEConfigure: „Simuliertes Zielgerät mit allen Optionen“. Diese Option ermöglicht das Laden eines „simulierten Zielgeräts“, das ein echtes System simuliert. Sie können dann die Einstellungen/Optionen ausprobieren.

Es gibt eine Auswahl an vorgetäuschten Zielgeräten:

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Durch Klicken auf OK gelangen Sie zum Hauptbildschirm von VEConfigure:

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Da Sie ein simuliertes Zielgerät verwenden, können Sie die verschiedenen Einstellungen ausprobieren, um VEConfigure kennen zu lernen. Wenn Sie die Funktion einer bestimmten Einstellung nicht kennen oder mehr über die einzelnen Einstellungen erfahren möchten, ist die Funktion „Was ist das? (Strg+H)“ im Hilfemenü mit Klicken auf die Einstellung, über die Sie Informationen wünschen, eine praktische Hilfe.

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Einstellungen abrufen

Mit diesem Befehl können Sie die aktuellen Einstellungen des Geräts abfragen.

Diese Aktion erfolgt automatisch, wenn ein Gerät angeschlossen wird. Wenn Sie sich bei vorgenommenen Änderungen unsicher sind, die Einstellungen noch nicht gesendet haben und die eingestellten Werte im Gerät noch einmal einlesen möchten, können Sie mithilfe dieses Befehls die Einstellungen aus dem Gerät erneut lesen.

Einstellungen senden

Alle Einstellungen werden über MK2 an das Gerät gesendet. Dies ist erforderlich, um sämtliche bei den Einstellungen vorgenommenen Änderungen wirksam werden zu lassen. Solange diese Taste nicht gedrückt ist, sind die vorgenommenen Einstellungen und Änderungen nicht auf dem Gerät gespeichert.

Der Benutzer wird in einem Dialogfenster aufgefordert, zu entscheiden, ob er alle oder nur die geänderten Einstellungen senden möchte.

Hinweis: Wenn Sie ein System mit mehreren Einheiten (z.B. parallel, geteilt oder 3-phasig) bei der Anwendung von VEConfigure verwenden, ist das System von VE.Bus Quick Configure oder VE.Bus System Configurator aus zu starten. Dies ermöglicht eine weitere Dialogoption „Wohin senden?“, bei der eingestellt wird, wohin (d.h. an welche/s der angeschlossenen Geräte) die Einstellungen gesendet werden sollen.

Einstellungen speichern, laden und exportieren

Es ist empfehlenswert, eine Kopie der Einstellungen für den all zu sichern, dass sie vom VE.Bus-Gerät verloren gehen (z.B. während eines Firmware-Updates).

Dies kann über das Datei-Menü erfolgen:

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Es gibt zwei Optionen, und sie sollten beide durchgeführt werden, Sie können eine wiederaufladbare .VSC-Datei speichern. Diese Datei kann mit VEConfigure geöffnet werden.

Sie können auch eine.txt-Datei exportieren und sichern, womit die Einstellungen in jedem beliebigen Texteditor für den Benutzer lesbar sind.

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Allgemeine Einstellungen

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  1. Einstellung der Systemfrequenz
  2. Einstellung des maximalen Landstroms (wird von der Fernsteuerung aufgehoben, falls sie angeschlossen ist).
  3. Dynamischer Strombegrenzer - Einstellung für den Einsatz mit „kleinem“ Generator
  4. Externer Stromsensor
  5. Batterie-Wächter

Beschreibung

  1. Ändert die Einstellung der Ausgangsfrequenz für den Wechselrichter.
  2. Diese Einstellung ist nur aktiv, wenn kein System-Bedienfeld installiert ist. Beachten Sie auch Nummer 3!
  3. Bei Verwendung eines Wechselrichter-Generators, wie einem aus der HONDA EU-Reihe, wird die Landstromeinstellung dynamisch reduziert (nach einer Zeit mit geringer Stromaufnahme), um die Reaktionszeit des Motors bei Aktivierung höherer Lasten zu kompensieren.
  4. Dies ist für den Einsatz mit dem externen Stromsensor Multiplus-II vorgesehen.
  5. Durch die Aktivierung des VE.Bus-Batteriemonitors werden auch viele Funktionen ermöglicht, die einen Ladezustand (State of Charge, SOC) verwenden können, wie [Generatorstart/-stopp] (https://www.victronenergy.com/live/auto-generator-start-stop:start).

Netzeinstellungen

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  1. Landesspezifischer Netzcode
  2. Stellen Sie die Empfindlichkeit der Frequenzmessung ein.
  3. Spannungsbegrenzungen, bei denen das Rückmelderelais öffnet/schließt. Auch das Ladegerät stoppt an der unteren Begrenzung.
  4. Die UPS-Funktion bestimmt, ob der Multi kritisch gegenüber Verzerrungen der Versorgungswellenform zu sein hat.

Beschreibung

  1. Netzcode
  2. Mit dieser Einstellung wird angegeben, ob es erforderlich ist, dass die Eingangsfrequenz genau 50 oder 60 Hz beträgt. Dies ist eine Einstellung, die in erster Linie in Verbindung mit Generatoren verwendet wird (die Drehzahl ist möglicherweise nicht immer stabil), um zu verhindern, dass das Multi die Einspeisung ablehnt.
  3. Dies sind die Begrenzungen, an denen das Gerät die Einspeisung annimmt oder ablehnt. Fällt die Eingangsspannung unter den eingestellten Wert der unteren Begrenzung, wird der Ladeausgang auf das Minimum reduziert, um einen weiteren Spannungsabfall zu verhindern.
  4. Wenn die UPS-Funktion abgewählt ist, wird automatisch die Funktion aktiviert, die verhindert, dass die untere Spannungsbegrenzung mit hohen Lasten beim Anfahren überschritten wird! (vormals als „Einschaltstrom zulassen“ bezeichnet).

Einstellungen des Wechselrichters

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  1. Die Ausgangsspannung des Wechselrichters einstellen
  2. Aktivierung/Deaktivierung der Funktion des internen Erdungsrelais. Verbindung zwischen N und PE während des Wechselrichterbetriebs.
  3. Den Niedrigspannungspegel der Batterie einstellen, bei dem der Wechselrichter abschaltet
  4. Die Spannung einstellen, bei der der Wechselrichter nach der Niederspannungsabschaltung wieder einsetzt.
  5. Die Spannung einstellen, bei der der Wechselrichter vor dem Abschalten eine Warnleuchte und ein Warnsignal auslöst.
  6. Sicherheitsvorrichtung
  7. Einstellung zur Energieeinsparung, wenn keine nennenswerte Last vom Wechselrichter entnommen wird.
  8. Aktiviert die [Power-Assist-Funktion] (https://docs.victronenergy.com/achieving_the_impossible.html).
  9. Der Verstärkungsfaktor ist die vom Wechselrichter bereitgestellte Spitzenleistung, wenn die Landstrombegrenzung beim Hochfahren schwerer Lasten überschritten wird.
  10. Abschaltung abhängig vom Ladezustand (SOC)

Beschreibung

  1. Dies wird gewöhnlich bei 230 V AC ausgeführt
  2. Das Erdungsrelais ist nützlich, wenn die Installation über eine Erdschlusssicherung verfügt. Wenn der interne Transferschalter offen ist (Wechselrichterbetrieb), ist der Nullleiter des Wechselrichters mit der Erdung verbunden. Schließt der Transferschalter (AC-Eingang wird an den Ausgang transferiert), dann wird der Nullleiter zunächst von der Erdung getrennt. Achtung: Die Deaktivierung des Erdungsrelais bei „120/240V“ Modellen (Split-Phasen-Modellen) führt zur Trennung des L2-Ausgangs vom Wechselrichter.
  3. Zur Gewährleistung einer langen Lebensdauer der Batterie, ist dieser Wert entsprechend den Angaben des Batterieherstellers einzustellen.
  4. Um schnelle Schwankungen zwischen Abschaltung und Inbetriebnahme zu vermeiden, wird empfohlen, diesen Wert mindestens ein Volt höher als die Abschaltspannung der Batterie einzustellen.
  5. Voralarm niedriger Gleichstromeingang Mit dieser Einstellung lässt sich der Schwellwert bestimmen, bei dem sich die Anzeige des Voralarms bei schwacher Batterie einschaltet. Beachten Sie, dass der Parameter, der geändert wird, eigentlich eine Offsetspannung relativ zum Neustart-Schwellwert für niedrigen Gleichstromeingang ist. Dieser wiederum ist relativ zum Abschalt-Schwellenwert für niedrigen Gleichstromeingang. Daraus ergibt sich, dass sich bei einer Änderung sowohl des Neustart-Schwellenwertes für niedrigen Gleichstromeingang als auch des Abschalt-Schwellenwertes der Schwellenwert für den „Voralarm niedriger Gleichstromeingang“ ändert!
  6. Wenn ein Kurzschluss erkannt wird, wird das Gerät anders als bei anderen Überlastbedingungen nicht automatisch neu gestartet.
  7. Wenn das System Verbraucher mit hohen Einschaltleistungen hat (wie Mikrowellenherde und Klimaanlagen), deaktivieren Sie das AES, um zu verhindern, dass sie zu langsam einschalten und zu Überlastungen führen.
  8. Mit der PowerAssist-Funktion kann verhindert werden, dass bei übermäßiger Last ein externer Stromkreisunterbrecher für den Wechselstromeingang ausgelöst wird. Überschreitet die Last die Strombegrenzung am Wechselstromeingang, beginnt der Multi parallel zur externen Wechselstromversorgung mit dem wechseln und liefert den zusätzlich benötigten Strom. Hinweis: Bei Aktivierung der PowerAssist-Funktion gibt es eine Mindestbegrenzung für den Eingangswechselstrom. Dieser hängt vom Geräte-Typ ab Bei Einstellung einer geringeren Begrenzung als diese Mindestbegrenzung wird diese dann zur Mindestbegrenzung. Beachten Sie, dass diese Begrenzung bei Parallelschaltungen pro Gerät gilt!
  9. Dieser Wert wird gewöhnlich auf 2 gesetzt. Dies ist ein sicherer Wert, da jeder kleine Spitzenwert durch den Wechselrichter kompensiert wird und die übermäßige Leistung den Schutz des Eingangsschaltkreises nicht überlastet. Seien Sie besonders vorsichtig mit dieser Einstellung und ändern Sie sie erst, wenn Sie die möglichen negativen Auswirkungen sorgfältig geprüft haben!
  10. Wenn der Multi so eingestellt ist, dass Ladezustand SOC aktiviert ist, kann diese Funktion verwendet werden, um ihn abzuschalten, wenn der eingestellte Wert erreicht wird. Dies kann in Systemen nützlich sein, in denen die Batteriespannung keinen guten Hinweis auf den Batteriestand gibt.

Einstellungen des Ladegeräts

Die Ladegerät-Seite enthält sämtliche Einstellungen im Zusammenhang mit dem Ladegerät. Zur erleichterten Bedienung wurde auf der Seite außerdem noch eine Ladekurve hinzugefügt. Diese Kurve verändert sich, wenn der Lagerungsmodus verändert oder eine andere Ladekurve ausgewählt wird.

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  1. Das Ladegerät auf EIN/AUS stellen
  2. Schwacher Wechselstromeingang (Option)
  3. Stopp nach überhöhtem Konstantstrom (Überladeschutz)
  4. Lithium-Batterie (ruft den Batterie-Assistenten auf)
  5. Den Speichermodus aktivieren/deaktivieren
  6. Spezielle Ladekurve für Traktionsbatterien
  7. Ladekurvenverhalten auswählen
  8. Manuelle Einstellungen für das Laden der Batterien
  9. Erhaltungsspannung
  10. Ladestrombegrenzung in Ampere Gleichstrom
  11. Den vorprogrammierten Batterietyp einstellen
  12. Konstantspannungsdauer
  13. Mit dieser Einstellung geben Sie das Intervall zwischen den wiederkehrenden Konstantspannungsphasen an.
  14. Wenn die Ladekurve fixiert ist, wird mit dieser Einstellung die Konstantspannungsdauer bestimmt.

Beschreibung

  1. Die Wechselrichter- und Assistenzfunktionen des Multi funktionieren weiterhin, werden aber nicht weiter geladen; der Ladestrom ist somit Null!
  2. Wenn die Qualität der Versorgungswellenform geringer ist, als vom Ladegerät erwartet, mindert es seine Leistung, um sicherzustellen, dass die COS phi (Differenz zwischen Strom- und Spannungsphasen) akzeptabel bleibt. Dieser Schutz kann bei schwach dimensionierten oder schlecht geregelten Stromversorgungen deaktiviert werden.
  3. Wenn die Konstantspannung nach 10 Stunden nicht erreicht wurde, kann dies an einer defekten Batterie liegen, das Ladegerät schaltet sich deshalb zur Sicherheit aus.
  4. Diese Einstellung ruft die Optionen und den Assistenten für Lithium-Batterien auf. Abhängig von der Konfiguration Ihrer Lithium-Batterie und den Empfehlungen des Herstellers, sind möglicherweise weitere Einstellungen vorzunehmen.
  5. Bei aktivierter Funktion wird die Ladespannung nach 24 Stunden im Erhaltungs-Ladevorgang unter den Wert der Erhaltungsspannung vermindert, um die Batterie optimal vor Überladung zu schützen; der Ladestrom wird weiterhin stetig angelegt, um die Selbstentladung zu kompensieren. Dies ist die Restspannung, wenn die Batterie vollständig geladen ist.
  6. Für eine optimale Ladung benötigen spezielle Traktionsbatterien neben einer Spannungskurve auch eine feste Ladestromphase. Beachten Sie, dass dies oft zu einer höheren Ladespannung führt, die für normale Verbraucher an Bord schädlich sein kann!
  7. Wählen Sie unter normalen Umständen stets den adaptiven Modus. Bei einem nicht optimalen Gleichgewicht zwischen Ladegerät und Batterie kann es besser sein, einen festen Modus zu wählen, da sonst die Spannung zu schnell oder zu langsam ansteigen und die Batterie dadurch übermäßig oder ungenügend geladen werden kann.
  8. Mit dieser Einstellung geben Sie die Konstantspannung an. Konstantstrom ist die Ladephase, in der die Batterie bei konstanter Zielspannung mit variablem Strom geladen wird.
  9. Mit dieser Einstellung geben Sie die Erhaltungsspannung an. Die Erhaltungs-Stufe ist eine reduzierte Spannung aus der Konstantspannung, die verwendet wird, um Strom zu „tröpfeln“, um die Batterieladung zu vervollständigen, ohne übermäßige Hitze oder Gasbildung zu bewirken.
  10. Ladestrom. Mit dieser Einstellung geben Sie die Stromstärke an, mit der die Batterie während der Konstantstromphase geladen wird. Bitte beachten Sie, dass der tatsächliche Ladestrom auch noch von weiteren Bedingungen abhängt. Daher ist es möglich, dass der tatsächliche Ladestrom geringer ist, als der hier eingestellte. Dies kann neben anderen möglichen Ursachen auf eine niedrige Wechselstromeingangsstrombegrenzung in Verbindung mit einer hohen Last, eine hohe Umgebungstemperatur, oder eine zu hohe Brummspannung durch unsachgemäße Verkabelung zurückzuführen sein. Bei Bleibatterien sollte der Ladestrom etwa 10 bis 20% der Batteriekapazität betragen. Beachten Sie auch den Gleichstromverbrauch, der im System erwartet wird.
  11. VEConfigure wurde mit vorgegebenen Ladeprofilen für verschiedene Batterietypen vorprogrammiert, die einfach aus dem Menü ausgewählt werden können.
  12. Mit dieser Einstellung kann die Zeitdauer der wiederholten Konstantspannungs-“Pulse“ angegeben werden.
  13. Mit dieser Einstellung geben Sie das Intervall zwischen den wiederkehrenden Konstantspannungsphasen an.
  14. Maximale Konstantspannungsdauer. Wenn die Ladekurve fixiert ist, wird mit dieser Einstellung die Konstantspannungsdauer bestimmt. In allen anderen Fällen ist diese Einstellung die maximale Konstantspannungsdauer. Siehe auch Ladegerät-Einstellungen.

Virtuelles Bedienfeld

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Das virtuelle Bedienfeld funktioniert genau wie das normale Digitale Mehrzweck-Bedienfeld. Bei der ersten Verwendung kann es notwendig sein, das Multi einmal aus- und wieder einzuschalten, bevor es auf die Schnittstelle reagiert.

Um ihn zu schließen, klicken Sie auf das „Schraubenkopf“-Symbol in der rechten oberen Ecke.

Virtueller Schalter

Es ist möglich, den VS entweder zum Steuern des Multifunktionsrelais (ein physikalischer Satz von Umschaltkontakten) oder zum Steuern des Betriebs des Rückmelderelais zu verwenden. Das Multifunktionsrelais kann für Alarm- oder Steuersignale verwendet werden, bei denen die Steuerung des Rückmelderelais für das Leistungsmanagement in alternativen Energieanwendungen erforderlich sein kann.

  1. Wenn die Zeiteinstellung für eine Bedingung 0 oder höher ist, ist die Bedingung aktiv; bei Einstellung auf -1 wird die Bedingung ignoriert.
  2. Eine Zeiteinstellung von 0 bedeutet, dass es keine Zeitverzögerung vor der Reaktion gibt.
  3. Beachten Sie: Aktivierungsbedingungen „Ein“ haben Vorrang vor Deaktivierungsbedingungen „Aus“.
  4. Zusätzlich zu den Alarmbedingungen ist es auch möglich, Voralarmbedingungen einzustellen. Ein Voralarm erlaubt es, beispielsweise auf übermäßige Leistungs- oder Temperaturbedingungen zu reagieren, bevor das Gerät dann beim Alarm abschaltet.

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Beispiel

  • Ein Multi so konfigurieren, dass es einen Alarm über ein spannungsfreies Relais auslöst oder einen Generator startet, wenn die Batteriespannung zu niedrig wird und/oder
  • Die gelieferte Leistung ist zu groß, sodass die folgenden Einstellungen vorgenommen werden müssen.
  • Tippen Sie auf [Verwendung] Wählen Sie [VS zur Steuerung des Multifunktionsschalters verwenden].
  • Tippen Sie auf [Ein] Stellen Sie [Wenn DC/Spannung niedriger als] auf 0 und stellen Sie die erforderliche untere Spannungsbegrenzung ein.
  • Stellen Sie [Wenn Last höher als] auf 0 und stellen Sie den erforderlichen Strompegel ein.
  • Tippen Sie auf [Aus] Stellen Sie [Wenn keine VS EIN-Bedingung für] auf 0.
  • Wählen Sie [Sendeeinstellungen], um die Informationen an das Victron-Gerät zu senden.
  • (Hinweis: Anstatt die Zeit auf null zu setzen, kann auch eine Verzögerungszeit gewählt werden.)

Programmierbeispiel

Manchmal ist es praktisch, das Multi oder den Wechselrichter ein Signal an einen Generator senden zu lassen, damit dieser automatisch starten kann. Um zu zeigen, wie dies programmiert wird, finden Sie im Folgenden ein praktisches Beispiel. Angenommen, das Multi ist über das multifunktionale spannungsfreie Relais mit dem Generator verbunden. Die Bedingungen, unter denen der Generator in diesem Beispiel arbeitet, sind:

  1. Generator starten, wenn die Last 1000 W übersteigt.
  2. Generator starten, wenn die Batteriespannung unter 11,75 V fällt.
  3. Generator starten, wenn die Brummspannung zu stark ansteigt.
  4. Der Generator muss nach dem Start mindestens 30 Minuten lang laufen.

Anfahren

Um die gewünschten Bedingungen einzustellen, ist die Zeit von -1 (falsch=nicht aktiv) auf 0 Sekunden oder höher geändert werden (Werte größer als 0 bestimmen die Ansprechverzögerung). In diesem Beispiel sind [wenn die Last höher als]/[wenn DC-Spannung niedriger als]/[DC-Brummspannung Voralarm] alle auf 0 oder höher zu stellen (wählen Sie keinen Alarm, da dies dazu führt, dass das Multi ausgeschaltet wird, bevor der Generator gestartet wird!).

Abschalten

Um sicherzustellen, dass der Generator abschaltet, wenn die EIN-Bedingung nicht mehr vorliegt, können Sie einfach die Einstellung [wenn keine VS EIN-Bedingung für] verwenden und den Wert von -1 auf 0 oder höher ändern. Dadurch werden Konflikte zwischen den Ein- und Ausschaltbedingungen vermieden. Schaltoptionen Um sicherzustellen, dass der Generator nicht abgeschaltet wird. Sofort nach dem Start kann in der Registerkarte [VS-Optionen] eine minimale Schaltzeit, z.B. 30 Minuten, gewählt werden.

Ignorieren des Wechselstrom-Eingangs mit dem virtuellen Schalter

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Assistants

Eine eigene Gebrauchsanleitung für Assistants findet sich hier: https://www.victronenergy.com/live/assistants:start

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VEConfigure-Fernsteuerung

Eine eigene Gebrauchsanleitung für die VEConfigure-Fernsteuerung findet sich hier: https://www.victronenergy.com/live/vrm_portal:remote-veconfigure

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Firmware-Updates

Firmware-Updates sind ein verwandtes Thema und werden [hier] behandelt (https://www.victronenergy.com/live/updating_firmware:updating_ve.bus_products).

Spalt-, Dreiphasen- und Parallelsysteme einrichten

Beachten Sie diese spezielle [Dokumentation zu Parallel- und Dreiphasen-VE.Bus-System] (https://www.victronenergy.com/live/ve.bus:manual_parallel_and_three_phase_systems)

Fehlerbehebung

Ich habe Probleme mit der Verbindung.

Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Verbindung Ihres Laptop mit MK3-USB-Adapter an das VE.Bus-Gerät haben, befolgen Sie die folgenden Schritte zur Fehlerbehebung, um das Problem zu identifizieren.

  1. Überprüfen Sie, dass das Gerät an eine Stromversorgung angeschlossen und eingeschaltet ist.
  2. Installieren bzw. aktualisieren Sie die USB-Treiber auf Ihrem Computer und überprüfen Sie den Gerätemanager, um das FTDI-Gerät in den USB- oder seriellen Verbindungen anzuzeigen.
  3. Überprüfen Sie das Kabel mit einem Kabeltester oder versuchen Sie es mit einem anderen. Bei manchen Netzwerkkabeln gibt es u.U. einen Unterschied in der Pinbelegung. Das erforderliche Kabel ist ein Durchgangskabel, kein gekreuztes Kabel.

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Überprüfen Sie, ob das MK3-USB mit einem GX-Gerät funktioniert.

Falls Sie ein GX-Gerät zur Verfügung haben, können Sie es verwenden, um das MK3-USB zu überprüfen.

  1. Stellen Sie sicher, dass auf dem GX-Gerät die Version 2.23 oder höher installiert ist;
  2. Der Multi ist vom VE.Bus-Anschluss des GX-Geräts zu trennen.
  3. Stecken Sie den MK3 USB-Stecker in die USB-Buchse des GX.
  4. Verbinden Sie das Multi über ein Netzwerkkabel mit MK3.
  5. Das Multi sollte auf dem GX-Gerät erscheinen.

Wenn all das nicht funktioniert; das MK3 ist u.U. defekt. Wenden Sie sich bitte an Ihren Händler.

Ich habe Probleme mit den Einstellungen und möchte noch einmal von vorne anfangen

Sie können das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Wählen Sie dazu im Menü [Standardeinstellungen][Alle Einstellungen auf Voreinstellung setzen] und [Einstellungen senden], um das Gerät auf die werkseitigen Voreinstellungen zurückzusetzen.

Bestehen die Probleme weiterhin?

Wenn Sie nach dem Lesen dieser Anleitung weitere Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Victron-Händler, der in der Bedienung dieser Software geschult ist und über eine bekanntermaßen gute Testkonfiguration verfügt.

Sie können auch andere Victron-Anwender in der [Victron Community] um Hilfe bitten (http://community.victronenergy.com).

Frühere Versionen von VEConfigure sind in dieser älteren Gebrauchsanweisung (auf Englisch) dokumentiert.

Last updated: 7/1/2019, 2:25:12 PM